2018/9/10

Das Selbstportrait ist eine offen interpretierte, künstlerische Auseinandersetzung in einem Zeitalter des alltäglichen selbst Abbildens – der omnipräsenten Kommunikationsform des Selfies.
Diese Ausstellung ist eine Diskussion auf visueller Ebene, die sich dem Instagram-Wahn und seiner Ästhetik entgegensetzt.
Sechs bis sieben Künstler*innen zeigen fotografische Positionen in Prints wie Videoinstallationen und legen den Fokus auf das persönlich verhandelbare Ich.
Stephan Bögel macht das Unfassbare fassbar, das Unsichtbare sichtbar: In "Scenic Utah" verortet er sich selbst zu seinem Vater, der Suizid beging. Nach dem Tod des Besitzers scheinbar wertlos, deshalb weggeworfen oder verramscht, geben Fotos, mit denen Sonja Irouschek arbeitet, den Anstoß, indem sie die Rollen der abgebildeten Personen übernimmt. Alina Simmelbauer sucht und portraitiert Mädchen, in welchen sie sich selbst wiederfindet, eine Typologie des jüngeren Ichs in fremden Gesichtern.
Zusammen mit Foto- wie Videoarbeiten von Aina Climent, Daniela Djukic und Bastian Thiery und der Performance "Hold it" von Lisa Stertz werden die Fragen aufgeworfen: Wie sehe ich mich selbst? Wie lokalisieren sich Persönlichkeit, Individualität, Inszenierung? Welche Traditionen hat gerade die Fotografie für das Portrait? Was ist ICH?
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Curators: Jana Ritchie & Miriam Zlobinski

aff Galerie
Kochhannstraße 14
10249 Berlin - Friedrichshain

14.09. - 07.10.2018
Sat+Sun 15–18 h
Finissage 7.10.2018, 19 Uhr with Performance by Lisa Stertz

Bild: Alina Simmelbauer

aff-galerie.de